Upgrade Debian 9 auf 10

Endlich ist es soweit. Debian Buster ist da.

Zum Zeitpunkt des Enstehens dieses Beitrags ist Debian Buster seit einigem Tag „stable“, d.h. das Upgrade findet zu einem recht frühen Zeitpunkt statt. Dies sollte jedoch aufgrund der langen und intensiven Testphase beim Debian-Projekt, sowie der guten Qualitätsstandards dort kein Problem sein.

Vorbereitungen

Dennoch ist es sinnvoll einige Vorbereitungen vor dem Upgrade zu treffen.

a) Sicherung

Sinnvoll ist es dabei zuerst in Schritt 0 zu prüfen, ob ein valides Backup aller wichtigen Daten vorliegt.

Es kann bei einem Upgrade immer etwas schiefgehen und es kann nie schaden ein Backup zu haben, das man ggf. nicht braucht.

b)Software prüfen

Ist irgendwelche Software über andere Paketquellen eingebunden oder von Hand installiert?

Das könnte z.B. Froxlor sein, ISPconfig, CrossoverOffice, LibreOffice wenn man nicht das mit Debian gelieferte nutzt.

Stehen hier ggf. noch Updates aus?

Wenn nein, kann es weitergehen.

c)Update

Ebenfalls mit zu den Vorbereitungen gehört das aktuelle Debian (Strech) auf den neusten Stand zu bringen.

Dazu hilft ein

# apt update

um die Paketlisten auf den aktuellen Stand zu bringen.

Danach

# apt-get update
# apt-get -y dist-upgrade

Hinweis: Sollte man nicht direkt am Computer sitzen, sondern über das Netzwerk (z.B. via ssh) auf den Computer zugreifen, könnte es nun sinnvoll sein mittels
#screen
eine entsprechende Session zu eröffnen. Dann sollte es keine Probleme geben, falls die Verbindung einmal unerwartet abreißt.

um alle evtl. noch ausstehenden Updates einzuspielen.

Upgrade

Erst ab hier beginnt das eigentliche Upgrade auf Debian Buster (10).

1.Schritt (sources.list)

Im ersten Schritt wird die Datei /etc/apt/sources.list angepasst.

# sed -e ’s/stretch/buser/g‘ /etc/apt/sources.list

Der Befehl ersetzt alle Vorkommen von stretch durch Buster.

2.Schritt

Paketquellen aktualisieren

# apt update

Bis hierhin lassen sich alle Änderungen einfach wieder rückgängig machen.
Ist das Upgrade wirklich konsistent? Ist wirklich alle Software kompatibel? Ist das Upgrade mit der damit verbundenen Downtime und evtl. später notwendigen kleinen Änderungen an Konfigurationsdateien jetzt wirklich möglich? Gäbe es keine Probleme durch eine evtl. Downtime?

Sind die Antworten alle „ja“ kann es mit Schritt 3 weitergehen.

3.Schritt

Erst ab hier wird die aktive Software auf dem Computer verändert.

# apt -y dist-upgrade

Jetzt heißt es warten, der Prozess keine einige Zeit dauern. Danach ist ein Neustart sinnvoll.

Zwischendrin wird die Frage gestellt, ob alle Dienste ohne Nachfrage bei Notwendigkeit neugestartet werden sollen.
Da das System sich spätestens jetzt ohnehin nicht mehr im produktiven Betrieb befinden sollte kann man hier gefahrlos mit y (ja) antworten.

4.Aufräumen

Jetzt noch schnell das System aufräumen.

# apt autoclean

entfernt sicher und sauber nicht mehr benötigte Pakete vom System