Manche Kleinigkeiten verändern das IT-Leben und machen es deutlich komfortabler. Eine halbwegs ordentliche Paketverwaltung – vergleichbar mit apt oder dnf unter Linux – habe ich unter Windows lange vermisst. Vor einigen Monaten bin ich auf Winget gestoßen, ein sehr praktisches Werkzeug sowohl für die Einrichtung neuer Computer als auch für die laufende Softwarepflege.
Natürlich ersetzt Winget kein professionelles Management-System wie NinjaOne, das ich derzeit bei meinem Arbeitgeber einsetze. Auch Tactical RMM, NetLock, Ansible, Opsi und viele andere Lösungen haben ihre Berechtigung. Für den privaten Bereich sind solche Werkzeuge jedoch häufig zu groß, zu komplex oder schlicht zu teuer. Hier schließt Winget eine interessante Lücke.
Winget
Microsoft stellt mit Winget (Windows Package Manager) ein leistungsfähiges Werkzeug bereit, um Programme über die Kommandozeile zu installieren, zu aktualisieren und zu verwalten. Besonders für Administratoren und fortgeschrittene Anwender bietet Winget eine einfache Möglichkeit, installierte Software aktuell zu halten.
Syntax
Der Befehl winget lässt sich, ähnlich wie apt-(get) mit verschiedenen Paramter steuern.
winget update
oder
winget upgrade
zeigt einem eine Liste aller installierten Programme, für die Updates verfügbar sind.
winget upgrade <Programmname>
aktualisiert das Programm mit den Namen <Programmname>.
winget upgrade --all
Winget lädt die aktuellen Versionen herunter und installiert diese automatisch, wo es die Version sicher erkennen kann.
winget upgrade --all --include-unknown
Ergänzt man zusätzlich den –include-unknown werden Anwendungen berücksichtigt bei denen die Versionssnummer unklar ist.
Kurzum
Winget vereinfacht die Softwareverwaltung unter Windows erheblich. Statt zahlreiche Programme einzeln auf Updates zu prüfen, deckt man hiermit in der Regel den Großteil der installierten Programme ab.