Nach 15 Jahren fiel ein NAS auf. Leider gab es von den Daten kein Backup, via smb ist kein Zugriff mehr möglich. Das NAS war als Raid 1 eingerichtet worden.
Daher habe ich die Platten ausgebaut, die erste mit S.M.A.R.T geprüft. Das sah nach einem Kurztest recht gut aus, sodass
ich wohl spontan die richtige Platte erwischt habe.
S.M.A.R.T (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology)
smartctl test=short /dev/sdb
Steht dort als Ergebnis u.a. passed, sieht es soweit schon mal recht gut aus.
Ein Langtest ist jetzt möglich, kann aber auch, falls es doch mechanische Probleme gibt, gewissen Risiken bergen.
Daher mache ich mich jetzt an das Sichern der Daten.
=== START OF READ SMART DATA SECTION ===
SMART overall-health self-assessment test result: PASSED
2 Wege
Mit diesen Befund gibt es nun 2 Arten die Daten zu sichern:
1.Neue zweite Platte einbauen, NAS wieder starten, rebuild anstoßen
Risiko: die zweite Platte, die das gleiche Produktionsdatum ausweist wie die erste, und die gleichen Belastungen
erfahren hat, fällt auch aus.
2.Platte in ein Linux Rechner einbauen, RAID aktivieren und das Dateisystem readonly mounten. Danach die Dateien an einen anderen Ort sichern.
Ich beschreibe hier kurz Weg2. Dafür habe ich mit fdisk die passende Partition gesucht.
root@backup-dev:~# fdisk -l /dev/sdb
Disk /dev/sdb: 1,82 TiB, 2000398934016 bytes, 3907029168 sectors
Disk model: WDC WD20EFRX-68A
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 4096 bytes
I/O size (minimum/optimal): 4096 bytes / 4096 bytes
Disklabel type: dos
Disk identifier: 0x000a4b36
Device Boot Start End Sectors Size Id Type
/dev/sdb1 40 1060289 1060250 517,7M 83 Linux
/dev/sdb2 1060296 2120579 1060284 517,7M 83 Linux
/dev/sdb3 2120584 3906011969 3903891386 1,8T 83 Linux
/dev/sdb4 3906011976 3907007999 996024 486,3M 83 Linux
Es ist /dev/sdb3.
cat /proc/mdstat
Gibt einen dann den passenden Devicenamen
mdadm --readonly --run /dev/md126
Danach ist das Device verfügbar.
blkid /dev/md126
Liefert die Info, welches Dateisystem dort liegt, in diesem Fall Ext.
mount -t ext4 -o ro,noload /dev/md126 /mnt/
Hängt das Dateisystem ein, und danach kann es mit rsync an das Sichern das Daten gegen.
Sichern
Die Sicherung erfolgt mit rsync, wobei ich versuche möglichst viele Metainformationen zu erhalten.
sudo rsync -a --numeric-ids --info=progress /quelle/ /ziel/
Hier kurz die Parameter aufgedröselt
-a Archivmodus: -rlptgoD
Das umfasst
-a Archivmodus: -rlptgoD
-r Rekursiv kopieren
-l Symbolische Links erhalten
-p Dateiberechtigungen erhalten
-t Änderungszeiten (mtime) erhalten
-g Gruppen erhalten
-o Eigentümer erhalten
–numeric-ids UID/GID numerisch übernehmen, ohne Namenszuordnung
–info=progress Fortschritt der einzelnen Dateien anzeigen
Alternative wäre:
–info=progress2 Das zeigt Gesamtfortschritt an (ab rsync Version 3.1.0 verfügbar)
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